Mission East am Mount Everest

 

Unsere Mitarbeiterin Lizz Harrison hat sich 18 Monate lang in Nepal für Katastrophenschutz und stabile Trinkwasserversorgung in entlegenen Dörfern eingesetzt. Der Versuchung, sich am Ende ihres Einsatzes am höchsten Berg der Erde zu versuchen, konnte sie dennoch nicht widerstehen.

Lizz Harrison ist schon viel herumgekommen. Nach ihrem Master in "Disaster, Adaptation and Development" am King's College in London untersuchte die Engländerin Langzeitfolgen von Erdbeben in Indien. Sie arbeitete für Unicef, Asian Disaster Preparedness und Y Care International, wo sie die Bemühungen koordinierte, eine Epidemie in Westafrika zu bekämpfen. In letzter Zeit war sie Programmleiterin für Mission East in Nepal.

Die Katastrophe von 2015 soll sich nicht wiederholen

Lizz hat in den entlegenen Regionen Nepals nicht nur die Bevölkerung in Katastrophenvorsorge unterrichtet, sondern auch dazu beigetragen, die Wasserversorgung der Dörfer wiederherzustellen. Nepal war im April und Mai 2015 vom schwersten Erdbeben seit 80 Jahren getroffen worden. Die Erschütterungen töteten damals 9.000 Menschen. Über 600.000 Häuser wurden zerstört. Mission East hat schnell und nachhaltig geholfen

Schon bei ihren Touren durch das Land war ihr natürlich der Himalaya immer wieder in den Blick geraten. Also entschloss sich Lizz, den Aufstieg zumindest Teilweise zu versuchen.

“Die Höhe zerrt an den Kräften”

Die Reise zum berühmten Base Camp des Mount Everest auf 5.380 Metern war bereits eine Herausforderung. "Die Höhe zerrt an den Kräften. Als ich früh morgens aufstand, um die letzte Steigung bis zum Everest Base Camp zu erklimmen, herrschten 22 Grad minus. Aber zum Glück war der Himmel klar. Es war ein tolles Gefühl nach acht Tagen Trekking den Berg hinauf zu kommen" erzählt Lizz. Das Base Camp ist von den großen Himalaya-Bergen auf allen Seiten umgeben. Auf dem Weg dorthin kommt man an Eseln und Yaks vorbei, die Nahrung und Vorräte über die holprigen Straßen transportieren.

Der eigentliche Gipfel ihrer Nepal-Erfahrung war für Lizz aber ganz woanders. Sie hat in ihrer Heimat rund 3.000 Euro Spenden für unsere Hilfsorganisation zusammen gebracht. Eine tolle Leistung von einer ungewöhnlichen Frau.